Thomas Voigt
Official Website of Thomas Voigt, filmmaker and author

Prima la Donna

 

, Leonie , ,

Autor und Sprecher 

Elektronische Komposition 

Regie  Thomas Wolfertz

Technische Realisation  ,

Dramaturgie 

Produktion  2010

CD 

Nominiert für den ARD-Hörspielpreis 2010

Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste:
„Thomas Voigt, Filmemacher und Autor aus Köln, ist ein großer Liebhaber und ein Kenner der Oper – und ihrer Künstlerinnen. Vier der ganz großen Sängerinnen des letzten Jahrhunderts – Elisabeth Schwarzkopf, Leonie Rysanek, Ljuba Welitsch und Martha Mödl – ist er über Jahre immer wieder begegnet und verfügt über zahlreiche Interviewmitschnitte. Sie und klug ausgewählte Gesangsbeispiele bilden die Grundlage für eine hinreißende Produktion an der Schwelle zwischen künstlerischem Feature und Hörspiel, die sich selbst wie eine kleine Oper über die Diva hören lässt, mit Aufstieg und Fall, Intrigen und (Isoldes Liebes-) Tod. Die dazwischen wie spontan gesprochenen Erinnerungen des Autors sind von einer ebenso guten Kenntnis der Personen, von Verehrung, wie auch von einer feinen Ironie geprägt.

Das Verhältnis zur Musik und einzelnen Rollen, Erfolge und Misserfolge, das Verhältnis zu Männern, aber auch das zur Primadonna Assoluta, Maria Callas, und schließlich die Erfahrung des Alterns und die Nähe des Todes, all das wird Thema und organisiert die Auswahl der Interviewausschnitte. Es ist zauberhaft, wie über die Montage dieser meist kurzen Beiträge das sehr unterschiedliche menschliche wie künstlerische Profil der Künstlerlinnen deutlich wird. Und zugleich eine große, je eigene Kraft der Primadonna als ein Charakter des 20. Jahrhunderts. Die leichte wie sichere Form des Hörspiels und ihre zwingend radiophone Umsetzung haben die Jury überzeugt und begeistert.“

 

Nominiert für den Deutschen Hörbuchpreis 2013 in der Kategorie
„Bestes Sachhörbuch“

Begründung der Jury:
„Ein liebevoller Umgang mit den Operndiven prägt diese Produktion, die selbst Opernfeinde für das Thema zu gewinnen weiß. Skurril und komisch, ohne dass die Diven der Lächerlichkeit preisgegeben würden, wird ein nostalgischer Blick in eine fremde Welt geworfen. Ein akustisch dicht gestaltetes Feature auf der Höhe der Zeit.“